Zu früheren Zeiten, ehe elektrisches Licht, Zentralheizung, Unterhaltungsprogramme im Fernsehen, Videospiele auf dem PC und im Internet unseren Geist im Griff hatten, war die Natur, waren Mutter Erde und der Sternenhimmel uns bedeutend näher.
Besonders Naturfeste wie die Sonnenwenden und Mondzyklen bewegten seit jeher den Geist und die Seele der Menschen. Innerhalb der Raum-Zeit-Matrix, die uns im Banne hält, merken wir modernen Menschen es kaum mehr, dass sich während der Wintersonnenwende die Ewigkeit offenbart, dass die Götter und Geister – wir geben ihnen in unserer kulturbedingten Imagination Gestalt als Weihnachtsmann, Elfen, Zwerge, Engel oder Naturgeister – uns näherkommen und jeden Ort, jeden Hof, jedes traute Heim besuchen und segnen.
In diesen besonderen Tagen, so erlebten es schon unsere Ahnen in ihrer Geistesschau – wird unter den Wurzeln des Weltenbaumes die Sonne, das Sonnenkind, wiedergeboren. In früheren Zeiten verharrten die Menschen in seherischer Einkehr und feierten schließlich den Ausklang der Sonnwendtage in ausgelassenem Frohsinn und Ekstase. Auch die Christen haben das nicht geändert. Für die frommen Christenleut ist diese Zeitspanne vom Advent über die zwölf heiligen Raunächte und Silvester bis zum Dreikönigstag absolut heilig; man feiert das Mysterium der Geburt des Heilands, des Seelenretters, des
»Lichts der Welt«.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest! Egal an Wen oder Was ihr glaubt.
Frohe Weihnachten!


