Ich persönlich finde es sehr wichtig unabhängig zu Denken und zu Handeln. Und da spielt Selbstversorgung eine große Rolle. Für mich ist das mehr als ein schöner Gedanke. Ich halte selbständiges Denken und Handeln für eine Grundvoraussetzung um seinen eigenen Seelenplan verwirklichen zu können. Das heißt unterm Strich auch, sich selbst mit wichtigen Dingen, wie Brot, Obst und Gemüse, Wasser und günstigenfalls auch Energie versorgen zu können.
Dabei ist immer die Frage, wie weit man damit gehen will. Denn komplett autark kann man nirgends in der Welt leben. Zum einen ist auch jeder Einzelne in der Gemeinschaft stärker. Und zwar nicht nur beim Feiern; Das heißt für mich, zuerst die Familie und Freunde zu unterstützen und das man das, was man erwirbt, in der eigenen Gemeinschaft hält. Aber dabei auch sich selbst nicht zu vergessen. Denn wenn ich nicht stark bin, kann ich auch Anderen nicht helfen.
Schon das gestaltet sich sehr schwierig, weil schon vom Erarbeiteten direkt, ohne uns nach Zustimmung zu fragen, ein großer Brocken Einkommen in dunkle Kanäle wie Abgaben und Steuern geleitet wird, wo dann dafür Rüstung und sinnlose Spritzen gekauft werden. Und wenn wir etwas käuflich erwerben, zahlen wir vom Versteuerten nochmal Steuern auf einen fiktiven Mehrwert.
Umso wichtiger erscheint es mir, sich selbst Dinge im Privaten zu bauen, zu backen und zu tauschen. Der Clou an der Sache ist, dass man damit meistens auch bessere Produkte hat. Selbst angebautes Obst und Gemüse schmeckt meist besser, genauso wie das selbst gebackene Brot oder der selbst geräucherte Schinken.
Selbstversorgung und Gesundheit
Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich, dass ich automatisch aktiv bin. Es zwingt mich zwar Niemand zu bestimmten Aktionen und es gibt keinen festen Terminkalender. Aber ich bewege mich viel und packe an, um Ideen und Entscheidungen zu realisieren. Um mein Brot zu backen habe ich zwar inzwischen eine Routine entwickelt. Aber das Mehl kommt nicht von allein nach Hause. Und Der Sauerteig macht sich auch nicht von selbst.
Und wer Obst und Gemüse anbaut, muss sein Selbstversorgergärtchen auch immer wieder auf Vordermann bringen und steht vor neuen Aufgaben. Das hält geistig und vor allem körperlich kontinuierlich fit.
Überhaupt ist der Selbstversorger oft der gesünder lebende Mensch. Wenn du die Lebensmittel, die du zu dir nimmst, zu Teilen in deinem Garten selbst anbaust und Dein Brot selbst bäckst, wirst du eben automatisch viel frisches Obst und Gemüse sowie gute Kohlenhydrate etwa in Form von Kartoffeln zu dir nehmen. Und das selbst hergestelltes Brot mit Kultursauerteig gesünder ist, als das meiste was Du an Brot zu kaufen bekommst, ist auch kein Geheimnis.
Selbstversorgung und Umwelt
Zu guter Letzt tust du mit einem Selbstversorger-Leben automatisch auch der Umwelt einen Gefallen. Holst du mehr aus dem Garten, fährst du seltener zum Supermarkt und verbrauchst so kein Benzin oder Diesel oder neuerdings Strom. Kaufst du im Supermarkt kein Gemüse mehr, sondern baust es in deinem Garten selbst an, fällt kein Verpackungsmüll an. Und reparierst du Dinge häufiger, als alles gleich wegzuwerfen und neu zu kaufen, muss weniger Neues produziert werden. All das kommt der Natur zugute.
6 Tipps zur Selbstversorgung ohne Garten und Balkon
Kräutergarten in der Küche
Kresse und knackige Sprossen kannst Du ganz einfach auf der Fensterbank selber ziehen. Dafür sind Kressesamen, eine flache Schale und ein bisschen Blumenerde erforderlich.
Wildpflanzen Ernten
In unseren heimischen Wäldern und den Wiesen der Umgebung wachsen oft essbare Pflanzen. Dazu gehören wilde Früchte wie Brombeeren, Heidelbeeren und Himbeeren. Außerdem kannst du Kräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn und Sauerampfer am Wegesrand ernten und ohne Probleme verzehren.
Pilze sammeln
Nicht erst wenn sich im Herbst die Blätter der Bäume bunt verfärben, aber besonders da, können Pilzsammler mit fetter Beute rechnen. Wer sich in der Umgebung und bei der Bestimmung von Pilzen gut auskennt, kann die außergewöhnlichen Kreaturen zu leckeren Speisen verarbeiten. Zu den essbaren Wildpilzen in unseren Breitengraden gehören unter anderem Birkenpilze, Maronen, Pfifferlinge und Steinpilze.
Öffentliche Nutzbäume abernten
Früher war es üblich an Straßenrändern und ungenutzten Wiesen Apfelbäume, Kirschen, Birne usw. zu pflanzen. Diese Bäume werden in der Regel nicht abgeerntet. Außerdem sind die Bäume nicht besonders gepflegt, was die Früchte oft unansehnlich macht. Aber oft sind sie sehr lecker und können noch zu Apfelmus, Pflaumenmus u.A. verarbeitet werden.
Konservieren
Um die Selbstversorgung während aller Jahreszeiten mit Erfolg zu praktizieren, spielt das Konservieren der Lebensmittel eine extrem wichtige Rolle. Dazu gehören die folgenden Methoden, welche nicht so schwer sind:
- Einkochen
- Fermentieren
- Einlegen
- Trocknen
Brot und Brötchen selbst backen
Wer sich noch unabhängiger von den Lebensmittelgeschäften machen will, kann sein eigenes Brot und Brötchen selbst zu Hause backen. So enthalten die meisten Brote aus dem Supermarkt nicht nur Hefe, sondern auch künstliche Zusätze, damit der Teig schneller aufgeht. Allerdings verursachen sie bei vielen Menschen gesundheitliche Probleme und Unverträglichkeiten.
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Ganz traditionell ist das natürliche Backen mit Sauerteig. Bei dieser Methode kommen weder Hefe noch künstliche Zusätze und Emulgatoren zum Einsatz. Als Grundlage für das Brot dient das Ansetzen des Sauerteiges. Die dafür erforderlichen Sauerteig-Ansätze kannst Du bei mir bestellen. Anleitungen zum Brotteig findest Du in meinen Brotrezepten. Vielleicht hat auch jemand in deinem Bekannten- und Freundeskreis einen geeigneten Ansatz abzugeben. Im Anschluss erwartet dich nach der ganzen Arbeit der Duft und der gesunde Genuss von frisch gebackenem Brot.