Warum machen Rosinen den Stollen haltbar?

Rosinen für den Stollen

Man kann davon ausgehen, dass unsere Vorfahren bereits wussten, dass Rosinen den Stollen haltbar machen und deshalb schon von Anfang an Rosinen für Stollen, auch den Dresdner Christstollen, verwendet haben. Schließlich wurde in ganz Europa Wein angebaut und die Weinbeeren zu Rosinen getrocknet.

Generell waren Trockenfrüchte schon zu früheren Zeiten gut verfügbar. Wie zum Beispiel Zitronat, Orangat, aber auch Nüsse und Mandeln.

Rosinen machen den Stollen haltbar, weil sie viel Zucker und oft Alkohol enthalten. Der Zucker zieht das Wasser im Teig an und hält es fest. Mikroben wie Schimmel brauchen dieses freie Wasser jedoch zum Leben und können sich ohne Wasser nicht ausbreiten. 

Eigenschaften von Rosinen

  • Zucker: Der Zucker der Rosinen bindet das Wasser im Teig und entzieht es so den Bakterien oder Pilzen.
  • Alkohol: Die Rosinen werden immer in Rum eingeweicht, was zusätzlich die Keime im Stollen abtötet.
  • Trocknung: Getrocknete Früchte, wie Rosinen, aber auch anderes Trockenobst, verderben von Natur aus kaum.

Zusammenspiel im Stollen

  • Die Feuchtigkeit: Die Rosinen geben beim Reifen des Stollens nur sehr langsam Feuchtigkeit ab und halten den Teig so saftig, während der enthaltene Zucker den Verderb stoppt.
  • Die Butterschicht: Die dichte Schicht aus Butter und Puderzucker schützt das Innere zusätzlich vor Luft, so das sich die Prozesse im Stollen stark verlangsamen.

Warum und wie kamen die Rosinen ins Dresdner Stollenrezept?

Rosinen und Mandeln kamen ins Rezept, weil der Stollen vom mageren Fastenbrot zum reichen Festgebäck wurde.

Im 15. Jahrhundert öffnete sich Europa über neue Handelsrouten für Trockenfrüchte und Nüsse. Der Torgauer Hofbäcker Heinrich Drasdo soll um 1429 oder 1457 als Erster Rosinen, Zitronat und Mandeln in den schweren Hefeteig gegeben haben – damals teure Luxuswaren, die den Stollen saftig, süß und haltbar machten.

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Rosinen konservieren natürlich und geben Süße, Mandeln liefern das milde, leicht marzipanartige Aroma. Heute sind sie Pflicht: Ein Dresdner Stollen braucht mindestens 65 Prozent Sultaninen und 15 Prozent Mandeln auf 100 Teile Mehl.

Man kann davon ausgehen, dass unsere Vorfahren bereits wussten, dass Rosinen den Stollen haltbar machen und deshalb schon von Anfang an Rosinen für Stollen, auch den Dresdner Christstollen, verwendet haben. Schließlich wurde in ganz Europa Wein angebaut und die Weinbeeren zu Rosinen getrocknet.

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Knut Richter

Mein Name ist Knut Richter. Schon als Teenager habe ich in der Backstube mitgeholfen und dann Bäcker gelernt. Seit 1990 bin ich Bäckermeister. Ich lebe in Dresden und beschäftige mich bereits seit 21 Jahren mit Webdesign und Bloggen.

Meine erste Homepage habe ich im Jahr 2001 für eine Pension erstellt, die diese auch heute noch hat. Seit dem bin ich auch Blogger. Seit 2007 arbeite ich mit WordPress. Ich bin ein SEO und Affiliate - Marketing - Spezialist der sich alles im Selbststudium beigebracht hat.

Auf gut-knut.de mache ich alles selbst. Fotografieren, Texte schreiben, Webdesign, SEO und so weiter.

Gut-Knut ist praktisch die Quintessenz aus meiner Arbeit als Bäcker und meinem Hobby, dem Schreiben und Gestalten einer Homepage. Neudeutsch nennt man das Solopreneur. Ich verbinde hier meine Leidenschaft zum Backen mit meiner Affinität zum Online-Marketing.

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(Das Wort Solopreneur setzt sich aus den beiden Begriffen „solo“ (allein) und „Entrepreneur“ (gestaltender Unternehmer) zusammen. Es bezeichnet eine Person, die unternehmerisch handelt, also Chancen erkennt und mutig ergreift – und das allein und ohne Team.)

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