Weihnachten bei Gut-Knut
Knut und der Augenblick,  Knut und glücklich

Ist Weihnachten eine Einkaufsliste?

Startseite » Gut-Knut-Aktuell » Knut und glücklich » Ist Weihnachten eine Einkaufsliste?

Gedanken zu Weihnachten und Glück

„Jeder, den du triffst, fragt dich nur, ob du einen Beruf hast, eine Frau oder ein Haus. Als wäre das Leben eine Einkaufsliste. Aber niemand fragt dich jemals, ob du glücklich bist.“

Heath Ledger

Fragst Du Dich das auch? Ich manchmal schon. Und jetzt vor Weihnachten ganz besonders.

Generell finde ich, das einkaufen eine relativ wichtige Sache ist. Wie sonst kommt mein Essen auf den Tisch und mein Duschbad an die Badewanne? Und mein Notebook wurde auch nicht einfach auf den Schreibtisch gebeamt. Ich hab es kaufen müssen.

Was Heath Ledger wohl meinte?

Heath Ledger meinte aber wohl was anderes. Und er hat etwas gesucht, dem wir alle oft nachjagen und was wir oft im kleinen übersehen. Er suchte das große Glück und hat dabei das kleine tägliche Glück übersehen.

Das ist natürlich sehr schade. Besonders für Herrn Ledger, der ein begnadeter Schauspieler war, aber auch seine Sinne zu betäuben wusste. Betäubt zu sterben ist sicherlich ein sehr friedliches sterben, aber das Glück findet man so natürlich nicht.

Weihnachten und Einkaufen und Glück und schenken

Es stellt sich auch immer die Frage ob man Weihnachten was schenken muss. Aber wenn ich was schenke feier ich auch nicht immer Weihnachten. Klingt vielleicht blöd, is aber so.

Natürlich findet man beim einkaufen nicht gerade das Glück. Oder doch? Ein guter Bekannter von mir hat seine Frau beim einkaufen kennengelernt. Und die Glücklichen haben heute drei Kinder. Und sind immer noch glücklich. Und schenken tun die zu Weihnachten auch viel.

Ich weiß nun nicht ob der erste Einkauf um die Weihnachtszeit statt fand. Aber auch das ist irrelevant, denn die Suche nach Glück und Zufriedenheit hört nie auf und beginnt täglich aufs neue.

Und was sagen jetzt Japaner dazu?

Na ja, die haben auch ihre Philosophie zum Glück und glücklich werden. Du hast vielleicht schon mal von Ikigai gehört? Noch nicht? Dann wird es Zeit!

Also in Japan feiert man nicht Weihnachten. Zumindest nicht von Staats wegen und Weihnachten hat auch nichts direkt mit Ikigai zu tun. Aber wo fange ich da an? Also die Philosophie.

Ikigai – die japanische Methode für ein sinnreiches Leben

Bekanntlich leben in Japan die ältesten Menschen der Welt. Die Hauptgründe dafür sollen die Ernährung und viel Bewegung bis ins hohe Alter sein. Doch es gibt noch einen weiteren Grund! Und das ist die innere Zufriedenheit, Ikigai. Das Epizentrum japanischen Glücks befindet sich auf der Insel Okinawa. Dort gibt es auch die meisten Hundertjährigen.

Ich habe zwar keine Ahnung was Glück mit dem Alter zu tun haben soll, aber zumindest wird man angeblich gelassener wenn man älter wird. Ich habe das zwar bis jetzt darauf geschoben, dass man sich ab fünfzig nicht mehr so schnell bewegen kann. Aber sei es drum…

Was bedeutet das?

Eine ungefähre Übersetzung des japanischen Begriffs Ikigai könnte lauten: “das, wofür es sich zu leben lohnt”. Ikigai beschreibt eine Methode, deren Ziel es ist, sich selbst näher kennenzulernen, um so die Dinge herauszufinden, die elementar für das eigene Glück im Leben sind. Ganz konkret geht es um vier Teilbereiche: Berufung, Profession, Mission und Leidenschaft. Diese vier Themen sind laut Ikigai der Schlüssel für ein sinnreiches und erfülltes Leben.

Glück ist für jeden etwas anderes, weshalb man sein “persönliches Ikigai” finden muss. Das Ziel ist die Erlangung von Lebensfreude, die sich in innerer Zufriedenheit und Einklang mit sich selbst ausdrückt.

Und wie mach ich das jetzt mit dem Glück?

Theoretisch ist das ganz einfach. Praktisch stellt sich da jeder anders an. Es geht um das was Du liebst, was die Welt von Dir braucht, wofür man Dich bezahlt und worin Du gut bist. Hast Du diese Dinge über Dich herausgefunden, ergeben sich Schnittstellen die Du verbinden musst. Und da gehört auch einkaufen dazu. Wo wir wieder beim Thema sind.

Nichts geht ohne Nebenwirkungen

Es gibt Leute die glauben, das Einkaufen glücklich macht. Ich habe das noch niemals nie verstanden, aber das ist Nebensache. Also weiter im Text…

Zum einkaufen braucht man natürlich – klingeling – Geld. Also ohne Geld wird man dann auch nicht Glücklich. Aber woher kommt das Geld? Lotto spielen???

Natürlich vom arbeiten. Und die Arbeit sollte zum einen was Einbringen, nämlich Geld und dann noch glücklich machen. Das wäre der Idealzustand. Das klappt relativ selten wenn man am Band in der Fabrik steht, weshalb es ganz viele Ratgeber gibt, die Dir was von Work-Live-Balance erzählen und die Dich dann noch unglücklicher machen.

Oder Du hast den Dreh raus und die Arbeit macht dich Glücklich. Klingt perfekt – Oder?

Das Glück mit der Familie

Diese tolle Arbeit sollte Dich aber nicht davon abhalten, Dich um Frau Kinder und Freunde zu kümmern. Denn wenn Die sauer sind, weil Du immer nur arbeitest, bist Du auch nicht Glücklich. Denn wenn Du zu Hause zur Tür reinkommst und Dein Dreijähriger sagt Opa zu Dir, weil er den Opa öfter sieht als Dich, ist das nichts was Glücklich macht.

Doch wie kriegen wir das alles unter einen Hut?

Ich glaube mit Empathie! Mit Verständnis und gaaanz viel Liebe.

Wenn wir uns in die Menschen die wir lieben hineinversetzen und die Gedanken des Mitmenschen akzeptieren, wird vieles leichter. Lerne zu verstehen!

Wenn Du geschafft von Arbeit kommst, willst Du sicher erst mal paar Minuten ruhe haben. Deinem Partner geht es genauso! Gib Ihr oder Ihm die kurze Verschnaufpause. Du wirst sehen wie gut es sich dann für Euch beide anfühlt, danach gemeinsam zu Essen und ein schönes Gespräch zu führen.

Nimm Deinem Partner nur das ab was er will

Manchmal kann des Guten auch zu viel sein. Auch ich helfe gerne und viel. Aber das ist nicht immer gut. Wenn einem der Partner zum Beispiel mit einem leckeren Essen überraschen will, überleg Dir gut ob Du dich in diese „Arbeit“ einmischst. Denn Sie will Dir eine Freude machen. Und wenn Du Dich einmischst ist die Überraschung dahin. Selbstverständlich wird Sie dann sauer sein. Und das völlig zu recht. Denn Du hast ihr mit deinem zu viel an Hilfe die Chance genommen Dir eine Freude zu machen. Auch das ist Egoistisch.

Wenn Du Emphatisch bist merkst Du das. Auch deshalb sagte Stephen Hawking, ein Mensch der fast das ganze Leben auf Hilfe angewiesen war:

„DIE MENSCHLICHE EIGENSCHAFT, DIE ICH AM LIEBSTEN VERSTÄRKEN WÜRDE,
IST DIE EMPATHIE.
SIE VEREINT UNS IN EINEM FRIEDLICHEN, LIEBENDEN ZUSTAND.“

Stephen Haking

Weihnachten eine Einkaufsliste?

Und wie komme ich jetzt wieder zur Einkaufsliste? Geld, Glück und Liebe? Und vor allem zu Weihnachten?

Indem ich Euch daran erinnern möchte, das Weihnachten das Fest der Liebe ist. Schon Joseph musste erfahren, das Geld nicht alles ist und es gut ist, vorab ein Zimmer zu reservieren. So musste er mit Maria in den Stall und die heiligen Drei Könige mussten nach dem Jesus ganz schön suchen.

Mit Jesus Geburt war die Geschichte nicht zu Ende, sondern fing erst an. Er war ganz sicher der Empathischste Mensch seiner Zeit, was ihn ans Kreuz brachte. Und es ist noch heute ein Kreuz wie die Menschen miteinander umgehen.

Jesus zeigte uns, das dies nicht so bleiben muss. Eine bessere Welt ist möglich. Zumindest in Deinem Umfeld. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst hat er gesagt. Doch leider gehen viele Menschen schon mit sich selbst ganz schlecht um. Aber Du kannst das ändern. Nicht nur zu Weihnachten, sondern jeden Tag.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Weihnachtsfest. Und einen Guten Rutsch ins neue Jahr! Und denkt daran das Jesus Geburt der Anfang – und nicht das Ende der Geschichte ist und bald Ostern ist. Und das ist auch so ein Anfang ohne Ende.

Euer Knut

Frohe Weihnachten
Frohe Weihnachten
close

Post von Knut - wöchentlich in Deinem Postfach!

Datenschutzerklärung.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

2 − 1 =